Boris Pikula

MENTAL COACH - LIFE COACH - LEADERSHIP COACH - Heilpraktiker für Psychotherapie
 

EMDR therapie und Coaching München

Was ist EMDR?

Die Abkürzung EMDR steht für "Eye Movement Desensitization and Reprocessing", was auf Deutsch soviel wie "Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen" bedeutet. Diese wissenschaftlich fundierte Behandlungsmethode wurde in den 1990er-Jahren von einer US-amerikanischen Psychiaterin Francine Shapiro entwickelt und hat sich als äußerst zeiteffizient und wirkungsvoll erwiesen, insbesondere bei bestimmten psychischen Problemen, wie z. B.:

Vor allem bei bei der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse, die das tägliche Leben der Betroffener erheblich beeinträchtigen können, hat sich EMDR in der Praxis oft als sehr effektiv bewiesen. Wichtig zu betonen ist, dass EMDR nicht darauf abzielt, Erinnerungen "plötzlich zu löschen", sondern vielmehr darauf abzielt, diese Erfahrungen als vergangen zu integrieren, um sie in der Gegenwart nicht weiter auszulösen.


Wie wirkt EMDR? – Die bilaterale Stimulation des Gehirns

Ein zentrales Element der EMDR-Methode ist die sogenannte bilaterale Stimulation. Dabei werden beide Gehirnhälften abwechselnd aktiviert – beispielsweise durch geführte Augenbewegungen, sanfte abwechselnde Berührungen (Tapping) oder akustische Reize.

Während sich die Aufmerksamkeit gleichzeitig auf eine belastende Erinnerung und die bilaterale Stimulation richtet, wird der natürliche Verarbeitungsprozess des Gehirns angeregt. Erinnerungen, die bisher mit starken Emotionen, belastenden Körperempfindungen oder negativen Überzeugungen verknüpft waren, können Schritt für Schritt neu verarbeitet und in das bestehende Gedächtnis integriert werden.

Die genauen Wirkmechanismen von EMDR werden weiterhin wissenschaftlich erforscht. Studien zeigen jedoch, dass die Methode die Verarbeitung belastender Erfahrungen unterstützen und die emotionale Intensität traumatischer Erinnerungen reduzieren kann. Viele Betroffene berichten, dass belastende Bilder, Gefühle oder Körperreaktionen nach einer erfolgreichen Verarbeitung deutlich an Intensität verlieren und sie wieder mehr innere Ruhe und Sicherheit erleben.


Ablauf einer EMDR Sitzung

Ein wichtiger Teil der Sitzung besteht aus Stabilisierung sowie dem Aufbau von Sicherheit. Erst wenn die notwendigen Voraussetzungen geschaffen sind, erfolgt die eigentliche Traumaverarbeitung.

Während der Behandlung konzentriert sich der Betroffene unter Anleitung des Therapeuten auf das belastende Ereignis. Durch wechselseitige Hirnstimulation durch Augenbewegungen, ähnlich der REM-Schlafphase, werden belastende Situationen oder Erinnerungen verarbeitet.

Schritt für Schritt begleite ich Sie durch den gesamten Prozess. Das Tempo richtet sich dabei jederzeit nach Ihren individuellen Bedürfnissen. Sie behalten während der gesamten Behandlung die Kontrolle und entscheiden selbst, wie weit Sie gehen möchten.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es keine universelle Lösung für jeden Einzelfall gibt. Die Entscheidung für EMDR muss individuell getroffen werden, abhängig von Faktoren wie dem richtigen Zeitpunkt und der Bereitschaft des Einzelnen.

Die Anzahl der erforderlichen Sitzungen variiert je nach Ausmaß und Art der Problematik (i. d. R. zwischen 1-3). Oft können jedoch bereits mit vergleichsweise wenigen Sitzungen erhebliche positive Veränderungen und verbesserte Lebensqualität erreicht werden.


EMDR und Trauma

Traumatische Erlebnisse können dazu führen, dass belastende Erfahrungen nicht vollständig verarbeitet werden. Statt als vergangenes Ereignis abgespeichert zu werden, bleiben sie gewissermaßen im Nervensystem „stecken“.

Bestimmte Situationen, Geräusche, Gerüche oder Gefühle können diese Erinnerungen später ungewollt aktivieren und starke emotionale oder körperliche Reaktionen auslösen. Betroffene erleben dann häufig Angst, innere Anspannung, Flashbacks, Albträume oder das Gefühl, das traumatische Ereignis erneut zu durchleben.

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) wurde ursprünglich zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entwickelt und zählt heute zu den wissenschaftlich anerkannten Methoden der Traumatherapie. Ziel der Behandlung ist es, belastende Erinnerungen so zu verarbeiten, dass sie ihren überwältigenden emotionalen Charakter verlieren und als Teil der eigenen Lebensgeschichte eingeordnet werden können.


EMDR bei Ängsten

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) kann dabei helfen, die Ursachen von Ängsten zu bearbeiten, wie z. B. Verlustangst und Angst, verlassen zu werden, Angst vor Nähe oder Bindung, Eifersucht, Versagensangst, Prüfungsangst, Rede- und Auftrittsangst, Angst vor Ablehnung oder Kritik, Zukunftsängste, Angst zu sterben, Panikattacken und Ängste nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen.

Ziel ist es, belastende Erinnerungen und die damit verbundenen Emotionen so zu verarbeiten, dass sie ihre überwältigende Wirkung verlieren und das Nervensystem wieder mehr Sicherheit erlebt.

Häufig liegen diesen Ängsten unbewusste Überzeugungen zugrunde, wie beispielsweise „Ich bin nicht gut genug.“, „Ich werde verlassen.“, „Ich muss perfekt sein.“ oder „Ich darf keine Fehler machen.“ Solche Glaubenssätze entstehen oft bereits in der Kindheit oder infolge belastender Erfahrungen und beeinflussen das Denken, Fühlen und Handeln bis ins Erwachsenenalter.

Im Rahmen einer EMDR-Behandlung werden diese belastenden Erinnerungen und Überzeugungen behutsam bearbeitet. Viele Betroffene berichten, dass sie belastende Situationen nach der Verarbeitung oftmals weniger Sitzungen ruhiger erleben, ihre Ängste nachlassen und sie wieder mehr Vertrauen in sich selbst entwickeln.


EMDR bei narzisstischem Missbrauch

Narzisstischer Missbrauch hinterlässt häufig tiefe emotionale Spuren. Viele Betroffene leiden noch lange nach dem Ende der Beziehung unter Selbstzweifeln, Schuld- und Schamgefühlen, Angst, innerer Unruhe oder einer starken emotionalen Abhängigkeit. Auch Flashbacks, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme oder Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) beziehungsweise komplexen PTBS (KPTBS) können die Folge sein.
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) kann dabei helfen, belastende Erinnerungen und traumatische Erfahrungen schrittweise zu verarbeiten. Ziel ist es nicht, die Vergangenheit zu vergessen, sondern die emotionale Belastung zu reduzieren. Erinnerungen verlieren nach und nach ihre überwältigende Wirkung und können besser in die eigene Lebensgeschichte eingeordnet werden.

Gerade nach narzisstischem Missbrauch erleben viele Betroffene, dass bestimmte Worte, Situationen oder Verhaltensweisen starke emotionale Reaktionen auslösen. Das Nervensystem reagiert dann so, als bestünde erneut Gefahr – obwohl die belastende Beziehung längst beendet ist. EMDR kann dazu beitragen, diese Trigger zu entschärfen und das Nervensystem schrittweise zu stabilisieren.


EMDR bei chronischen Schmerzen

Chronische Schmerzen belasten nicht nur den Körper, sondern häufig auch die Psyche. Viele Betroffene leiden über Monate oder Jahre unter anhaltenden (psychosomatischen) Beschwerden, obwohl medizinische Untersuchungen keine ausreichende körperliche Ursache erklären können oder die Schmerzen trotz Behandlung bestehen bleiben.
Heute weiß man, dass chronische Schmerzen durch das Zusammenspiel von Körper, Gehirn und Nervensystem beeinflusst werden. Anhaltender Stress, traumatische Erfahrungen oder unverarbeitete emotionale Belastungen können dazu beitragen, dass das Nervensystem dauerhaft in einem Alarmzustand bleibt. Dadurch kann die Schmerzempfindlichkeit erhöht werden und Schmerzen können sich verfestigen.

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) kann dazu beitragen, belastende Erinnerungen und emotionale Erfahrungen zu verarbeiten, die mit der Entstehung oder Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen in Zusammenhang stehen. Ziel ist nicht die Behandlung der körperlichen Ursache selbst, sondern die Verarbeitung belastender Erfahrungen und die Entlastung des Nervensystems. Viele Betroffene berichten dadurch über eine veränderte Schmerzwahrnehmung, einen entspannteren Umgang mit ihren Beschwerden und eine verbesserte Lebensqualität.

EMDR kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn chronische Schmerzen nach belastenden Lebensereignissen entstanden sind oder durch Stress, Ängste oder emotionale Belastungen verstärkt werden. Die Methode wird dabei stets individuell auf die persönliche Situation abgestimmt und in ein ganzheitliches Behandlungskonzept eingebettet.


Ihr nächster Schritt

In meiner Praxis wird EMDR nicht isoliert eingesetzt, sondern in ein (traumasensibles) Gesamtkonzept eingebettet.
EMDR kann Betroffene dabei unterstützen, dass belastende Erfahrungen und Trigger nicht die Gegenwart bestimmen, sondern entschärft werden und somit Lebensqualität zurück zu gewinnen. 

Gerne biete ich Ihnen einen Termin an für ein kostenfreies und unverbindliches Vorgespräch an - vor Ort in meiner Praxis oder online, falls Sie weiter weg wohnen. Der schnellste Weg: schreiben Sie mir einfach eine E-Mail. Ich freue mich auf Sie! 

 
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